Wir sind in Guinea
Der 2. Versuch hat reibungslos geklappt. Wir sind an die senegalesische Grenze zur Ausreise zum Zoll und anschliessend zur Polizei. Wir wurden begrüßt wie alte Freunde, die konnten sich alle noch gut an uns erinnern, und dass wir kein Visum hatten. Nach ca. 10 Minuten waren wir fertig mit der Abwicklung im Senegal. Wir fahren auf einer Piste zur Grenze nach Guinea. Nach 11 katastrophalen Kilometern erreichen wir das erste Dorf, Missirah und somit auch die Grenzstation, auch hier wieder eine Kette.




Siggi geht zum Zoll, anschliessend zur Polizei und 30 Minuten später sind wir offiziell in Guinea eingereist. Die Strasse ist auch hier eine Piste und ich habe das Gefühl, als würde ich auf dem Jahrmarkt „Berg und Talbahn“ fahren. Nur mit dem Unterschied, dass wir gerade aus fahren! Nach 20 Kilometern sind wir auf Asphalt, das ist auch mal wieder ein schönes Gefühl!


In der nächsten Stadt ist quer über die Strasse eine Kette gespannt und am Strassenrand steht ein Schild mit dem Hinweis Zoll und Gendamerie. Also aussteigen und alle Papiere vorzeigen. Alles okay wir können weiter fahren. Wir erreichen Koundara, wo wir eigentlich Geld am Bankautomaten holen wollten, um anschliessend Handykarte, Lebensmittel und Diesel zu besorgen. Leider ist der Automat defekt und Samstags haben die Banken geschlossen. Dafür holen uns zwei Zollbeamte mit ihrem Moped an der Bank ab, denn wir sind am Kontrollposten einfach vorbei gefahren. Ehrlich gesagt haben wir weder einen Kontrollposten gesehen, noch haben wir damit gerechnet, da ja die letzte Kontrolle erst vor 30 Minuten stattgefunden hat. Naja, also nochmal alle Papiere vorlegen einen kurzen Blick hinten in den Moggel und wir dürfen weiter fahren. Die erste Nacht war sehr warm, ruhig und problemlos.



Jetzt heisst es aber, wir müssen nach Labé, um an Geld zu kommen. Unterwegs kommen wir an Dörfern und Städten vorbei die bestehen größtenteils aus Zeltplanen und Bambus oder Holzlatten. Unvorstellbar was für Menschenmassen. Um eine Stadt herum ist es besonders krass, hier schürfen die Menschen nach irgendetwas. Überall sind Löcher in der Erde oder sie stehen an Hängen mit Stromaggregaten, um Maschinen zu betreiben, wo mit sie Steine und Erde zerkleinern. Keine Ahnung warum! Das Wasser im Fluss ist genauso rot wie die Erde.





Wirklich alles ist voll mit Menschen auf Mopeds, die transportieren auch die Stromaggregate damit, Wahnsinn. Autos gibt es hier deutlich weniger.







Wir fahren jetzt durch bergiges Gebiet, heisst wir übernachten auf ca. 1000 Höhenmetern und es ist total angenehm, was die Temperaturen angeht.






Labé ist der absolute Wahnsinn. So viele Menschen, Mopeds, Tiere und LKWs und viel zu kleine Strassen. Wir müssen, um an die Bank zu kommen, mitten in die Stadt. Es ist wohl Markttag und die Strassen platzen aus allen Nähten. Wir ergattern mit müh und Not einen Parkplatz und laufen zur Bank. Beim ersten Versuch gibt es leider kein Geld. Vor der Tür steht ein „Weisser“, den sprechen wir an. Es ist David aus Portugal und er stellt uns kurzer Hand einen Hotspot mit seinem Handy zur Verfügung, damit wir schauen können ob das Geld gebucht wurde, welches wir ja nicht bekommen haben. Er gibt uns noch ein paar Tips wegen Handykarte und einer anderen Bank. Wir bekommen seine Handynummer, falls wir Probleme haben. Das ist doch mal eine super tolle Begegnung gewesen. Wir finden die Bank, heben mal eben 2,4 Millionen Guinea Franc (GNF) ab und brauchen eineinhalb Stunden, um eine Handykarte mit Internet Verbindung käuflich zu erwerben.






Puuh nichts wie raus hier, ach nee halt wir müssen auch noch Diesel und Wasser tanken. Wir tanken 100 Liter Diesel und bezahlen 1 Million GNF, das Wasser gibt es gratis dazu. Wir sind gerüstet für unser erstes Guinea Abenteuer.





Hi, Steffi und Siggi, was sind das für Schüsseln? Sehen alle so gleich aus, irgendwie wie die Schale einer extrem
großen Kokosnuss!? Gibt es so große Früchte?
LG von der neugierigen Birgit (Pitty)
Das haben wir noch nicht rausgefunden. Siggi meint eher eine Art Kürbis. Bei nächster Gelegenheit fragen wir nach😉
Hi, ja die schmelzen alle Dosen ein und gießen die zu Töpfen, hab ich schonmal gesehen, in einer Dokumentation versteht sich.
Viel Spaß, passt auf euch auf und Grüße aus Wien
Luke